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Innen und Außen

 

 


Innen und Außen




Es gehört zu den grundlegensten Erfahrungen der Menschen, daß es ein Innen und ein Außen gibt: das Bewußtsein und den Körper bzw. die gesamte materielle Welt.

Daraus ergibt sich als eines der zentralen Themen der Menschen die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Innen und Außen, zwischen Körper und Geist, zwischen Materie und Bewußtsein.

Es ist zweifelsfrei ein Zusammenhang zwischen beidem vorhanden: Wenn man in seinem Bewußtsein beschließt, die eigene Hand zu erheben, erhebt sich die eigene Hand – man erhebt seine Hand. Und wenn man den eigenen Fuß an einem Stein stößt, gelangt diese Information auch in das eigene Bewußtsein – der eigene Fuß schmerzt.

Im Allgemeinen haben die Philosophen diesen Zusammenhang so gedeutet, daß die Materie ein Aspekt des Bewußt-seins ist – ein vom Bewußtsein erschaffenes, substanzloses Schemen. Im Gegensatz dazu haben die Materialisten das Bewußtsein im Allgemeinen als einen Nebeneffekt der Materie aufgefaßt – ein sich aus den biochemischen Vorgängen im Menschen ergebendes Sekundärphänomen.

Daneben wäre aber noch ein dritter Ansatz denkbar: Materie und Bewußtsein sind die beiden Seiten derselben Sache, die dadurch zustandekommen, daß man in zwei Richtungen auf „das, was ist“ schauen kann: einmal von innen her, wodurch man es dann als Bewußtsein erlebt, und einmal nach außen hin, wodurch man es dann als Materie sieht.

Es ergäbe sich daraus also für eine Betrachtung des Verhältnisses zwischen Materie und Bewußtsein die Arbeitshypothese „Die Welt ist Bewußtsein, wenn man sie von innen her betrachtet, und die Welt ist Materie, wenn man sie nach außen hin betrachtet – und die Welt ist immer dieselbe; Bewußtsein und Materie sind die zwei Seiten derselben Sache.“

Diese Formulierung ist zunächst einmal sehr schlicht und einfach und eigentlich ja auch recht plausibel, da jeder die Wahrnehmungen innerer Bilder und Gedanken in seinem eigenen Bewußtsein und die Wahrnehmungen der äußeren Welt kennt, aber diese Hypothese, die nicht mehr entweder dem Bewußtsein oder der Materie den Vorrang einräumt, sondern sie als zwei Aspekte derselben Sache betrachtet, hat viele Konsequenzen, wenn man sie weiterdenkt.


Die Welt ist Bewußtsein, wenn man sie von innen her betrachtet, und die Welt ist Materie, wenn man sie nach außen hin betrachtet.


(In den folgenden Betrachtungen sind viele Überlegungen nur sehr kurz dargestellt, da diese Betrachtung sonst ein kleines Buch werden würde. Es finden sich aber am Ende der Betrachtung Hinweise darauf, wo man ausführlichere Informationen zu den einzelnen Überlegungen finden kann.)




Durch die Physik wird das Verhalten der materiellen Welt beschrieben. Dabei hat sich in den letzten hundert Jahren gezeigt, daß die Welt nicht so fest ist, wie sie erscheint: die Materie besteht aus Energie und die Energie ergibt sich aus der Krümmung der Raumzeit – d.h. daß letztlich alles nichts anderes als die Raumzeit und ihre vielfältigen Krümmungen ist.

Noch deutlicher wird dies durch die Superstringtheorie, die in den letzten dreißig Jahren entwickelt wurde, um die Relativitätstheorie, also die Beschreibung der ganz großen Vorgänge im Weltall, und die Quantenphysik, also die Beschreibung der ganz kleinen Vorgänge im Weltall, miteinander zu verbinden. Daraus ergab sich folgendes Bild von unserer Welt: Am Anfang zum Zeitpunkt des Urknalls gab es einen einzigen schwingenden „Energiering“ („Ur-Superstring“), in dem alle Energie unseres gesamten Weltalls enthalten war. Dieser Ring teilte sich dann rasend schnell in die heutigen ca.1084 Superstrings, also in die Elementarteilchen und Energiequanten auf, aus denen die Atome und somit unsere ganze Welt aufgebaut ist.

Wenn man bedenkt, daß die Raumzeit ein vierdimensionales Gebilde ist, in dem die eine Zeitdimension und die drei Raumdimensionen gleichberechtigt nebeneinanderstehen, ergibt das folgendes Bild: Am Anfang war ein Kreis, der „Ursuperstring“, der sich dann wie Ast in immer kleinere und feiner Ästchen aufteilte, die aber immer Teile des einen Astes blieben. Hinzu kommt, daß diese Ästchen auch immer wieder miteinander zusammenwachsen und sich erneut trennen – dies geschieht jedesmal, wenn eine Kraft zwischen zwei Teilchen wirkt, also dauernd.

Das Bild der Welt, daß sich aus der Superstringtheorie ergibt, ist also ein endloses Röhrensystem, in dem jedes Röhrchen mit allen anderen zusammenhängt. In diesem Röhrensystem gibt es die verschiedensten Röhrenkombinationen, die sich uns dann als Elektron, Photon, Quark usw. zeigen – dies ist der Aspekt der Vielheit in diesem Bild. Dieses gesamte Röhrensystem besteht aber nur aus einer einzigen, nirgends unterbrochenen Oberfläche, die sich zwar immer wieder verzweigt, aber nirgends endet – dies ist der Aspekt der Einheit in diesem Bild.

Man kann dieses Bild noch etwas vereinfachen, um es anschaulicher werden zu lassen: Die materielle Welt ist im Grunde wie ein einziges, endloses, überall gleiches Laken, daß fast endlos viele Ausstülpungen hat, die sich miteinander verzwirnen und umeinander winden, wodurch zuerst die Energiequanten und aus diesen dann die Elementarteilchen entstehen, aus denen die Materie aufgebaut ist – und die ganze Vielfalt unserer Welt entsteht nur die Ausstülpungen des Lakens, das das einzig reale ist und das überall immer gleich bleibt.

Aus dem inneren Zusammenhang zwischen den elf mathematisch-physikalischen Dimensionen, mit denen die Superstringtheorie beschrieben wird, ergibt sich, daß die Zeitdimension die ursprünglichste aller Dimensionen und somit das „Etwas“, das „Laken“ ist, aus dem alles letzten Endes besteht – man könnte den Ursuperstring als das erste Geschöpf auffassen, daß aus der der Zeit, diesem ursprünglichen Etwas, heraus entstanden ist.

Diese Vorstellung ist nun nicht besonders neu – sie wurde bereits von vielen verschiedenen Mystikern und Yogis formuliert. So heißt es z.B. in vielen Schriften der tibetischen Lamas „Nirvana und Samsara sind eins“, im Herz-Sutra, einer der zentralen Schriften des Buddhismus wird dieser Zusammenhang mit den Worten „Form ist Leere und Leere ist Form“ beschrieben und die jüdischen Kabbala-Mystiker haben dieselbe Erkenntnis als „Malkuth ist Kether und Kether ist Malkuth, nur auf eine andere Weise“ formuliert. Mit Samsara („Lebensrad“), mit Form und mit Malkuth („Königreich“) ist die Vielheit der erschaffenen Welt gemeint und mit Nirvana („Nirgendwohingehen“), mit Leere und mit Kether („Krone“) ist die Einheit gemeint.

Die Welt ist an ihrem Fundament eine Einheit und an ihrer Oberfläche eine Vielheit.




Diese beiden Seiten der materiellen Welt, also Einheit und Vielheit, müßten sich der oben aufgestellten Hypothese der Analogie zwischen Materie und Bewußtsein zufolge auch in dem Bewußtsein finden.

Nun sind wir Menschen in Bezug auf die materielle Welt nur den „mittelgroßen Bereich“ gewohnt. Wir können Dinge wahrnehmen, die in etwa so groß sind, wie wir selber, wir können aber ohne Hilfsmittel kein Atom sehen und auch nicht die Oberfläche eines Sternes in einer fernen Galaxie.

In Bezug auf das Bewußtsein kennen wir in der Regel auch nur den „mittelgroßen Bereich“: unser eigenes Bewußtsein. Das Bewußtsein einer einzelnen Zelle oder das Bewußtsein der gesamten Erde sind uns in der Regel nicht zugänglich.

Der oben genannten Hypothese zufolge sollte jedoch auch jedes einzelne Elementarteilchen ein Bewußtsein haben – wie einfach oder komplex es auch sein mag. Und ebenso sollte die Welt als Ganzes ein Bewußtsein haben, daß die gesamte Welt umfaßt – wofür es ja bereits ein gut bekanntes Wort gibt: Gott. In diesem Bild ist die Welt Gottes Körper und Gottes Bewußtsein das Gesamtbewußtsein der ganzen Welt.

Die Arbeitshypothese, daß „Materie die Welt nach außen hin betrachtet und Bewußtsein die Welt von innen her betrachtet ist und daß Bewußtsein und Materie nur zwei verschiedene Betrachtungsweisen des Einen sind“, würde also recht zwanglos eine erste Brücke zwischen Naturwissenschaften und Religion schlagen.

Daraus, daß die Zeit die ursprünglichste aller Dimensionen ist und somit die allem zugrundeliegende physikalische Einheit ist, ergibt sich daß Gott alle Zeit umfaßt und alle Zeit ist und somit ewig ist – was ja auch in fast jeder heiligen Schrift steht.


Von der Materie her betrachtet ist die Einheit die Zeit und vom Bewußtsein her betrachtet ist die Einheit Gott.




Wenn man diesen Satz mit der dieser ganzen Betrachtung zugrundeliegenden These, also daß Materie die Welt von außen her betrachtet ist und daß das Bewußtsein die Welt von innen her betrachtet ist, kombiniert, ergibt sich ein anschauliches Bild:


Gott ist das Bewußtsein der gesamten Welt und die gesamte Welt ist Gottes Körper.




Nun ist es ja jedem geläufig, daß ein Ball, der an einen anderen Ball stößt, diesen zweiten Ball ins Rollen bringt – Materie wirkt also auf Materie. Außerdem ist es jedem geläufig, daß Bewußtsein auf Materie wirken kann, solange es sich dabei um den eigenen Körper handelt: die eigene Hand bewegt sich und führt die beabsichtigte Handlung aus, wenn man dies will. Weiterhin ist es bekannt, daß die Materie auf das Bewußtsein wirkt: wenn man sich seinen Fuß stößt, merkt auch das Bewußtsein dies in der Regel sehr deutlich.

Es gibt noch drei weitere mögliche Wirkungen, die jetzt eben noch nicht erwähnt worden sind, die aber ebenfalls auftreten müßten, wenn Materie und Bewußtsein wirklich nur die Innenseite und die Außenseite derselben Sache sind:


Bewußtsein wirkt auf Bewußtsein. Ein solcher Vorgang wird im allgemeinen Telepathie genannt. Die einfachste Form der Telepathie ist das Phänomen, daß fast alle Menschen es spüren, wenn sie von hinten intensiv angestarrt werden und sich suchend nach dem Betreffenden umdrehen.

Hellseher sind hingegen Spezialisten der Telepathie.


Bewußtsein wirkt auf Materie außerhalb des Körpers. Dies wird im allgemeinen Telekinese genannt. Dazu gibt es einen einfachen Versuch, bei dem man ein Papierhütchen so auf eine Nadel legt, daß es sich fast reibungslos drehen kann. Dieses Papierhütchen kann man durch seine eigene Vorstellung bewegen (Abbildungen/Anleitungen im Internet siehe am Ende dieses Artikels). Wenn man an der Realität der Telekinese zweifelt, weil man sie noch nicht erlebt hat, ist es zu empfehlen, diesen Versuch einmal selber oder mit Freunden durchzuführen ( er macht nebenbei auch einfach Spaß ...).

Eine komplexe Form der Telekinese ist z.B. die Geistheilung, bei der durch die Konzentration des Heilers auf das Bild des gesunden Patienten dieser Patient geheilt wird.


Materie außerhalb des Körpers wirkt (direkt) auf das Bewußtsein. Zu diesem Zusammenhang zählt es z.B., wenn eine Mutter spürt, daß ihr Kind in Gefahr gerät, noch bevor die Gefahr eingetreten ist. Man könnte dies „direkte Wahrnehmung“ nennen, also Wahrnehung der Welt ohne Zuhilfenahme der Sinnesorgane. Dieser Vorgang ist oft nicht leicht von der Telepathie zu unterscheiden.

Hierhin gehört auch die Fähigkeit mancher Menschen, Dinge und Ereignisse, die sich an fernen Orten befinden, wahrzunehmen.


Es ergeben sich insgesamt neun verschiedene Wirkungsmöglichkeiten zwischen dem Bewußtsein, dem eigenen Körper und dem Rest der Welt. In der folgenden Tabelle dieser Wechselwirkungsmöglichkeiten steht oben waagerecht das, von dem die Wirkung ausgeht, und in der senkrechten Spalte das, was die Wirkung empfängt:



das Wirkende:

Bewußtsein

Körper

übrige materielle Welt

das Beeinflußte:

Bewußtsein

Telepatie

Sinneswahrnehmung

direkte Wahrnehmung“

Körper

Handlungsimpulse

Kausalität

Kausalität

übrige materielle Welt

Telekinese

Kausalität

Kausalität


Die hier betrachtet Arbeitshypothese würde also auch die Existenz von Telepathie und Telekinese und somit der meisten Phänomene, die in der spirituellen und magischen Literatur beschrieben werden, in ein übergeordnetes „wissenschaftlich-spirituelles“ Weltbild einordnen können.

Neben den in dieser Tabelle beschriebenen „einseitigen Wirkungen“, die also nur in eine Richtung verlaufen, gibt es aber auch noch die Resonanzphänomene, bei denen sich zwei Dinge gegenseitig beeinflussen – was genaugenommen bei allen Dingen der Fall ist, wie aus der Mechanik und aus der Quantenphysik bekannt ist. In Bezug auf das Bewußtsein findet sich dieses Phänomen an verschiedenen Stellen.

Eines dieser Phänomene tritt bei bei Traumreisen auf, die auch Phantasiereisen, Trancereisen, schamanische Reisen oder katathymes Bilderleben genannt werden. Bei einer solchen Traumreise befindet sich der Reisende zugleich im Wachbewußtsein und im Traumzustand, d.h. er kann bei vollem Bewußtsein seine innere Bilderwelt erleben. Wenn nun mehrere Personen gleichzeitig ihre Aufmerksamkeit nach innen auf ein bestimmtes Thema richten, können sie sich in ihrer Traumreise gegenseitig „auf der Innenseite“ wahrnehmen und miteinander Kontakt aufnehmen und dann zusammen wie in einem gemeinsamen „bewußten Traum“ durch eine innere Landschaft reisen. Dabei tritt dann der Effekt auf, daß alle weitestgehend dieselbe Vision sehen, d.h. daß die Dinge, die man gerade selber betrachtet, kurz darauf von einem anderen ausgesprochen werden – was zeigt, daß die Bewußtseine der betreffenden Personen sich miteinander in Resonanz befinden. Solche Erlebnisse zeigen unter anderem auch sehr deutlich die Realität der Telepathie und sie sind auch die einfachste und effektivste Methode, Telepathie zu erlernen.

Dann gibt es auch noch das Phänomen, daß sich Freunde, vor allem, wenn sie auch zusammen meditieren, Familien-aufstellungen und Traumreisen u.ä. durchführen, in eine detailreiche Parallelentwicklung gelangen können, in der die vielen Übereinstimmungen zunächst einmal verblüffen - und aufgrund derer diese beiden oder mehr Freunde dann irgendwann dazu übergehen können, ihre Leben stets gemeinsam zu betrachten, um sie besser zu verstehen, da sie wie zwei Varianten desselben Themas geworden sind. Die dabei auftretenden Parallelen reichen von der gleichzeitigen Traumaauflösung bis zu dem (nicht abgesprochenen) Aufstellen von gelben Rosen auf dem Hausaltar.

Diese Art von Resonanz wird in der Magie benutzt, um bestimmte Qualitäten zu betonen, z.B. indem man sich mit allen Jupiter-Entsprechungen, also mit allem, was mit Jupiter in Resonanz steht, umgibt, wenn man etwas aufbauen will, was ja eine Jupiter-Tätigkeit ist, wozu dann die Farbe blau, Zinn, das Viereck, Statuen der Gottheiten Jupiter, Zeus, Indra u.ä., entsprechende Weihrauchmischungen usw. gehören würden.

Das Phänomen der Resonanz ist auch der Physik bekannt. Wenn man z.B. bei einem Klavier die Pedale drückt, damit alle Saiten frei schwingen können, und dann ein „A“ spielt, schwingen alle andern A-Saiten mit. Es gibt in der Physik sogar „magische Resonanzen“, d.h. Vorgänge, die sich einander angleichen, ohne daß zwischen ihnen eine kausale Verbindung besteht. Dies wurde vor allem bei Energiequanten beobachtet, die unter bestimmten Umstände dieselben Quantenzustände einnehmen, ohne daß sie direkt aufeinander wirken können.

Die Resonanz ist also ein Phänomen, durch daß sich gleichartige Dinge in denselben Zustand versetzen, ohne daß dafür eine materielle Verbindung notwendig wäre. Am deutlichsten ist dies sicher bei der Parallelentwicklung von zwei Freunden und bei der komplexen Telepathie, die bei gemeinsamen Traumreisen auftritt, bei denen zwei oder mehr Personen sich in derselben inneren Vision befinden.


Durch Gleichartigkeit oder durch gleiche Absichten verbundene Dinge entwickeln sich in Resonanz zueinander, also in gleicher Weise.


Eine der anschaulichsten Anwendung dieser Regel findet sich im Jagdzauber, in dem eine erfolgreiche Jagd pantomimisch dargestellt wird, woraufhin dann auch der entsprechende Erfolg bei der Jagd eintritt. Ein anderes Beispiel wäre die folgendes einfaches Experiment, mit dem man allerdings vorsichtig umgehen sollte, da es an telepathische Hypnose grenzt: Man wählt eine Person aus, die man nachahmt und mit der man sich identifiziert, z.B. indem man ihr mit einigem Abstand folgt und ihren Schritt und ihre Haltung nachahmt. Wenn dann die Resonanz hergestellt ist (was man mit einiger Übung deutlich spüren kann), kann man absichtlich stolpern oder sich an der Nase kratzen – was die betreffende Person dann ebenfalls tun wird.

Wie man an diesem Beispiel sieht, ist die Resonanz von der Telepathie nicht zu unterschieden. Die Telepathie ist ein Resonanzphänomen, bei dem es in der Regel eine eindeutig aktive (Sender) und eine eindeutig passive Seite (Empfänger) gibt – was aber z.B. für gemeinsame Traumreise schon nicht mehr gilt. Daher ist die Resonanz das umfassendere Modell, das beschreibt, daß sich zwei oder mehrere Bewußtseine (von Menschen oder, wie die Physik zeigt, auch von Energiequanten) miteinander koppeln, d.h. sich partiell integrieren können und dann ihre Bewußtseinsinhalte miteinander teilen.




Bei der normalen Arbeit wirkt das Bild von dem erwünschten Zustand in dem eigenen Bewußtsein, also der eigene Wille, zunächst auf den eigenen Körper und von dort aus meistens mithilfe der Hand auf andere Objekte, die dann dem eigenen Wunsch gemäß geformt werden. Bei der Magie beginnt der Vorgang wieder mit dem Willen, also dem Wunschbild im eigenen Bewußtsein, das sich dann allerdings mit dem Bewußtsein des zu beeinflussenden Objektes verbindet und dann dieses Objekt sozusagen von innen heraus beeinflußt.


Solche Phänomene wie Telepathie oder Telekinese muß man natürlich des öfteren erlebt haben, um sie als real ansehen zu können – darin unterscheiden sie sich nicht von anderen Dingen. Es wäre nicht ratsam, sie einfach zu glauben, ohne sie erlebt zu haben. Und es wäre auch nicht ratsam, ihre Existenz einfach abzustreiten, denn das verbietet schon die wissenschaftliche Lauterkeit: Alle Wissenschaft ist nur die systematische Beschreibung der eigenen Beobachtungen – und man weiß nie, welche Beobachtungen man vielleicht später noch machen wird. Dies hat der Physiker Nils Bohr in einem seiner geflügelten Worte schön ausgedrückt: „Wissenschaft ist das Fortschreiten von dem größeren zu dem kleineren Irrtum.“


Arbeit ist Wille, der durch den eigenen Körper auf andere Objekte wirkt; Magie ist Wille, der durch das eigene Bewußtsein auf das Bewußtsein anderer Objekte und somit auch auf die Objekte selber wirkt.




Telepathie und Telekinese sind sozusagen die „Grundbausteine“ der verschiedenen magischen und spirituellen Phäno-mene. Das Vorgehen bei der Ausübung von Telepathie und Telekinese ist immer dasselbe: Man konzentriert sich auf den erwünschten Zustand, d.h. man stellt ihn sich möglichst lebhaft vor. Der Wille, durch den man diese Konzentration erreicht, sollte möglichst einheitlich und einsgerichtet sein, also keine inneren Widersprüche („Ja, aber ...!“) in sich tragen. Diese Konzentration auf das Bild des erwünschten Ergebnisses im Innen ruft das erwünschte Ergebnis im Außen hervor.

Das bedeutet, daß diese Imagination des erwünschten Ergebnisses die Analogie zur Muskelarbeit des Körpers ist. Auch wenn man seinen Arm erheben will, enthält der Entschluß zu dieser Körperbewegung das Bild des Armes, der sich erhebt. Und auch für eine schwere Arbeit ist dieselbe innere Konzentration notwendig wie für ein effektiv imaginiertes inneres Bild. Konzentration und Imagination sind also das, was sowohl die Grundlage einer körperlichen Handlung als auch einer „magischen“ Handlung ist – nur richten sich die Konzentration und die Imagination einmal nach außen (z.B. Aufstehen) und einmal nach innen (z.b. Telepathie).

Dieser Vorgang der Konzentration und Imagination muß nicht unbedingt bewußt sein – bei fast alle körperlichen Handlungen sind diese Konzentration und diese Imagination weitgehend unbewußt. Wenn man jedoch eine neue Tätigkeit oder Sportart erlernt, werden diese Konzentration und Imagination jedoch wieder sehr deutlich: „Wie muß ich nur verhalten, um nicht dauernd von dem Surfbrett zu fallen?“ Auch die Telepathie und die Telekinese müssen nicht unbedingt bewußt ablaufen, wie manche Ereignisse deutlich zeigen wie z.B. der Fall der Mutter, deren Kind nach einem Unfall teilweise unter dem Reifen eines LKWs lag, und die einfach den LKW anhob und das Kind unter dem Reifen hervorzog. Diese Mutter hat sich keine Gedanken darüber gemacht, ob sie einen LKW anheben kann, sondern sie wußte einfach, daß sie es jetzt tut, um ihr Kind zu retten – das war die perfekte Imagination, durch sie auch ein paar Tonnen anheben und zugleich ihr Kind unter dem Reifen hervorziehen konnte. Aufgrund der großen Notwendigkeit störten diese Mutter keinerlei Zweifel oder andere Gedanken die Vorstellung, daß sie jetzt den Wagen anhebt.

Es gibt natürlich auch die sehr bewußte Variante wie z.B. bei dem Bushido, der mit einem Karateschlag mehrere Backsteine auf einmal zertrümmert. Auch hier ist die Imagination das, was eigentlich die Backsteine zertrümmert. Dies kann man selber recht einfach nachprüfen, indem man einmal auf zwei verschiedene Arten eine Stock zu zerschlagen versucht. Zum einen kann man auf den Stock schlagen, was bei genauerem Hinsehen mit der Vorstellung verbunden ist, daß der Stock dort heile liegt und man gegen ihn schlägt, und zum anderen kann man sich vorstellen, daß der Stock bereits zerbrochen ist und man nun wie durch Luft mit der Hand bis zu einem Punkt zwei, drei Handbreit unter dem Stock schlagen wird. Der Unterschied wird deutlich zu spüren sein ...

Diese Imaginationen funktionieren am besten, wenn sie völlig einsgerichtet sind, d.h. wenn sie durch kein „Ja, aber ...“, keine Zweifel, kein Mißtrauen, kein schlechtes Gewissen usw. gestört werden, sondern statt dessen von Urvertrauen, Vertrauen in Gott, Selbstgewißheit und der Überzeugung, daß man in jedem Augenblick das bestmögliche erhält, getragen werden. Damit die eigenen Vorstellungen und die sich daraus ergebenden Handlungen die gewünschten Früchte tragen können, ist ein klares Ziel notwendig, dem man ganz zustimmen kann – dies gilt sowohl für die inneren Handlungen (Telepathie/Telekinese) als auch für jede äußere Handlung.


Wenn Magie durch die inneren Bilder bewirkt wird, auf die man sich bewußt konzentriert, dann wirken auch die unbewußten Bilder in der eigenen Psyche, auf die man sich unbewußt durch Fixierungen, Projektionen, Ängste und Süchte konzentriert, ebenso durch Magie und verwirklichen sich entsprechend im Außen. Das bedeutet, daß die gesamte Psyche magisch nach außen hin wirkt und in der der eigenen Umwelt ein Abbild der eigenen inneren Bilder erschafft. Die eigene äußere Situation ist also ein genaues Spiegelbild der Verfassung der eigenen Psyche. Das bedeutet, daß man sich nur die eigenen Lebensumstände ansehen muß, um zu erkennen, welche Bilder in der eigenen Psyche wirken. Daraus ergibt sich auch, daß man seiner eigenen Lebenssituation und allen Personen und Umständen in ihr gegenüber freundlich sein sollte, da dies der Freundlichkeit zu sich selber entspricht.

Daraus folgt nun, daß man die eigene Lebenssituation am sinnvollsten dadurch zum Besseren beeinflussen kann, indem man nach der eigenen Wahrheit strebt und aufrichtig ist, freundlich zu sich ist, Widersprüche in sich heilt und nicht nur versucht, punktuell durch Magie die Dinge zu beeinflussen, sondern vor allem danach strebt, aus der eigenen Mitte heraus zu leben, weil sich dann die eigene Mitte als das prägende Bild in der eigenen Lebenssituation widerspiegeln wird.


Innen und Außen, Bewußtsein und Körper, die Bilder in der Psyche und die Lebenssituation entsprechen sich jeweils ganz genau wie Spiegelbilder.




Der materielle Körper ist nun ja keine lose, unstrukturierte Ansammlung von Zellen, sondern in Organen geordnet, aus deren Zusammenwirken sich seine Funktionsfähigkeit ergibt. Aus der hier betrachteten Arbeitshypothese der „Entsprechung zwischen Bewußtsein und Körper“ ergibt sich daher, daß auch das Bewußtsein solche Organe aufweisen sollte, die zudem mit den bereits bekannten Strukturen der Psyche übereinstimmen sollten. Als diese Organe lassen sich beim Durchstöbern der spirituellen Literatur schnell die Chakren ausfindig machen.

Es werden in den indischen Schriften sieben Hauptchakren beschrieben: das Wurzelchakra zwischen After und Genitalien, das Hara vier Fingerbreit unter dem Nabel, das Sonnengeflecht kurz unter dem Rippenansatz, das Herzchakra in der Mitte der Brust, das Halschakra am Kehlkopf, das Dritte Auge zwischen den Augenbrauen und das Scheitelchakra oben auf dem Kopf.

Diese Chakren können durch Imaginationsübungen, Atemübungen, Körperhaltungen (Hatha-Yoga) und verschiedene Meditation „erweckt“, d.h. aus dem Unbewußten in das normale Wachbewußtein geholt werden. Diese Übungen sind also Vorgänge, durch die diese Strukturen bzw. Organe des Bewußtseins selber bewußtseinsfähig werden. Die Chakren an sich existieren und funktionieren auch, wenn man sich ihrer nicht bewußt ist – aber wenn man sich ihrer bewußt geworden ist, ist es einfacher, in ihnen die Ängste und Süchte und anderen „Knoten“ in der eigenen Psyche zu heilen. Diesem Heilen der Chakren entspricht im außen das Fitneßtraining für den Körper: sowohl der Körper als auch das Bewußtsein funktionieren normalerweise einigermaßen, aber man kann die Möglichkeiten sowohl des Körpers als auch des Bewußtseins dweutlich steigern – durch Sport und Meditation.

Die Chakren können zum einen als verschiedene Formen von Hitze und zum anderen als Vibrationen mit bestimmten Frequenzen erlebt werden. Diese Vibration, das in der hellsichtigen Wahrnehmung als ein sich-Drehen der Chakren erscheint, hat den Chakren ihren Namen gegeben, der wörtlich übersetzt „Räder“ bedeutet.

Jedem Chakra entspricht ein bestimmter Bewußtseinszustand von den vier möglichen menschlichen Bewußtseins-zuständen: Tiefschlaf, Traum, Wachzustand und Erregungszustand. Dabei ist es beachtenswert, daß die Frequenzen, mit denen man die Chakren vibrieren spüren kann, genau der Frequenz entspricht, die der mit diesem Chakra verbundene Bewußtseinszustand im EEG zeigt, denn darin zeigt sich wieder, daß Innen (Vibrationsfrequenz des Chakras) und Außen (EEG-Frequenz des entsprechenden Bewußtseinszustandes) nur zwei Seiten desselben Phänomens sind.

Zudem ist mit jedem dieser Chakren eine psychische und eine spirituelle Fähigkeit verbunden. Schließlich entsprechen sie auch noch den vier von Freud beschriebenen Entwicklungsphasen.

Die Chakren und die mit ihnen verbunden Bewußtseinszustände und psychischen Aktivitäten entwickeln sich während der Embryonalphase vom Herzchakra ausgehend nach außen. Die Freudschen Phasen hingegen entwickeln sich von den beiden äußeren Chakren zu dem zentralen Herzchakra hin, da sie mit der Wahrnehmung der Welt , die den beiden äußeren Chakren entspricht, beginnt, und bei der dem herzchakra entsprechenden Selbsterkenntnis und dem Selbstausdruck endet.

Wie die übrigen Darstellungen in dieser viele Themen umfassenden Betrachtung ist natürlich auch diese Beschreibung der Chakren sehr kurz gefaßt und stellt nur ihre grundlegenden Konturen dar.

Einige der verschiedenen Eigenschaften finden sich der Übersichtlichkeit halber in der folgenden Tabelle noch einmal zusammengefaßt:



Chakra

Bewußtsein

Ausrichtung

Aktivität

Phase

Hitzeempfindung

Frequenz

Embryo

Scheitelchakra

Erregungszu-stand

geistige Ekstase

Kontakt

oral

helles“ Prickeln

24Hz

nach der Geburt

Drittes Auge

Wachzustand

Orientierung

Denken

anal

pulsierender Strahl

12Hz

ab 9 Monat

Halschakra

Traumzustand

sich zeigen

Fühlen

phallisch

strahlende Hitze

6Hz

ab 4. Monat

Herzchakra

Tiefschlaf

Identität

Identität

genital

liebevolle Wärme

3Hz

ab Zeugung

Sonnengeflecht

Traumzustand

Eigenstän-digkeit

Fühlen

phallisch

prickelndes Aufglühen

6Hz

ab 4 Monat

Hara

Wachzustand

innerer Halt

Denken

anal

zentrierte Hitze

12Hz

ab 9 Monat

Wurzelchakra

Erregungszu-stand

sexuelle Ekstase

Kontakt

oral

fließende Glut

24Hz

nach der Geburt


In dieser Betrachtung findet sich ein sehr wichtiges neues Element: die Bewußtseinsschwellen. Normalerweise ist man als Mensch nur in dem Wachbewußtsein zuhause. Am Morgen erinnert man sich dann noch schemenhaft an die Träume aus der letzten Nacht und gelegentlich gerät man in einer Gefahrensituation oder bei einem schönen nächtlichen Beisammensein auch einmal für kurze Zeit in den Erregungszustand.

Es gibt jedoch für alle diese Bewußtseinsbereiche bereits ausgefeilte Techniken, um sie vollständig bewußtseinsfähig werden zu lassen.


Die Methoden, mit denen die Qualität des Wachbewußtseins als Ausgangspunkt für die verschiedenen Integrationsvorgänge gefördert werden kann, sind die Unterscheidungskraft, das Ruhen im Hier und Jetzt, das Gewahrsein und nicht zuletzt das wissenschaftliche Denken.


Die wichtigste Methode für die Integration des Traumbewußtseins in das Wachbewußtsein ist die Traumreise und daneben noch viele Formen der Meditation, die Imaginationen verwenden.

Die Integration des Erregungszustandes in den Wachzustand wird vor allem im Kundaliniyoga und in den Schriften der verschiedenen Mystiker über das Streben nach Gott beschrieben.

Die Integration des Tiefschlafes in das Wachbewußtsein ist am anspruchsvollsten, da dies bedeutet, daß man alle Gedanken, Gefühle und inneren Bilder zum Schweigen bringt und dann in diesem reinen Bewußtsein ohne Bewußtseinsinhalte verharrt.


Die eigentliche Integration ist jedoch erst dann erreicht, wenn alle vier Bewußtseinszustände miteinander verbunden worden sind, wodurch man dann gleichzeitig in sich die Selbstgewißheit des Tiefschlafes, die Wahrnehmung aller Bewußtseinsinhalte des Traumzustandes, die Wachheit und Präsenz des Wachzustandes, und die Intensität des Kontaktes des Erregungszustandes hat.


Diese vier Bewußtseinszustände, die die Folge Erregungszustand – Wachzustand – Traumzustand – Tiefschlaf haben, werden jeweils durch eine Bewußtseinsschwelle voneinander getrennt – die man z.B. dann zu spüren bekommt, wenn man sich an einen Traum zu erinnern versucht.

In der materiellen Welt finden sich diese Schwellen, die ja im Grunde einfach eine Abgrenzung sind, ganz einfach in dem Getrenntsein der materiellen Gegenstände voneinander. Zwischen den Protonen und Neutronen, die sich in einem Atomkern ständig ineinander verwandeln, ist diese Abgrenzung schon sehr viel fließender als in dem uns gewohnten Größenbereich von Menschen, Bäumen und Steinen. In dem Bereich der Energiequanten, die noch kleinere Einheiten der materie sind, gibt es keine klare Abgrenzung mehr, sondern nur noch eine ungehinderte Überlagerung. Noch eine Ebene tiefer erscheinen alle Phänomene nur noch als verschiedenartige Krümmungen der Raumzeit. Daher ist auch anzunehmen, daß sich die verschiedenen Bereiche des Bewußtseins, wenn man weiter nach innen auf das eine, alles umfassende Bewußtsein zugeht, immer mehr hin zu einem Kontinuum entwickeln werden.

Die Schwellen gliedern den Übergang zwischen Einheit und Vielheit in verschiedene, klar voneinander abgegrenzte Bereiche.

Die Frage, die sich hier zunächst einmal stellt, ist natürlich, warum es diese Bewußtseinsschwellen überhaupt gibt und welche Auswirkung ihre Existenz hat.

Es lassen sich sowohl im Bewußtsein als auch in der Materie fünf Bereiche, die von vier Schwellen getrennt werden, beobachten. Die Bewußtseinsbereiche ergeben sich aus den Erlebnissen der Mystiker auf der suche nach der Einheit hinter der Vielheit, und die Materiebereiche ergeben sich aus den Forschungen der Physiker.



Materie

Bewußtsein

Einheit

Zeit

Gott

abgrenzungsloser Bereich

Raumzeit/Energie

Gottheiten

abgegrenzter Bereich

Elementarteilchen

Seele (Tiefschlaf)

zusammengesetzter Bereich

Moleküle

Traumzustand

Vielheit

große Objekte

Wachzustand/Erregungszustand


Somit erweitern sich die Folgen der hier betrachtetenThese, daß Materie die Welt von außen her betrachtet und daß Bewußtsein die Welt von innen her betrachtet ist, um eine weitere grundlegende Struktur:


Die Welt ist sowohl von außen her betrachtet (Materie) als auch von innen her betrachtet (Bewußtsein) in fünf durch Schwellen getrennte Bereiche gegliedert.


Zunächst einmal kann man beobachten, daß das Wachbewußtsein, in dem wir normalerweise verankert sind, kein Kontinuum ist, sondern Unterbrechungen zeigt, wobei der Schlaf und die Ohnmacht am bekanntesten sind. Die Frage nach den Bewußtseinsschwellen ist daher eng mit der Frage nach den Ursachen des Schlafes verbunden.

Die Schlafforschung hat festgestellt, daß der Schlaf kein Ausruhen des Körpers ist, denn dazu wäre nicht die typische und in freier Wildbahn lebensgefährliche „Bewußtlosigkeit während des Schlafes“ notwendig. Es hat sich herausgestellt, daß der Tiefschlaf wichtiger als das Träumen ist, denn er wird nach einer Phase des Schlafentzuges bevorzugt nachgeholt und er spielt auch bei allen Säugetieren die wichtigere Schlafphase. Der Schlaf an sich tritt auch nur bei warmblütigen Tieren auf (Säugetiere, Beuteltiere, Vögel) und nicht bei Reptilien, Amphibien, Fischen usw. - er hat also offenbar mit der komplexeren Struktur des Bewußtseins bei den warmblütigen Tieren zu tun.

Des weiteren ist die erfrischende und klärende Wirkung des Schafes gut bekannt, weshalb es ja auch ein so bewährtes Rezept in chaotischen Situationen ist, daß man erst einmal drüber schläft.

Ein weiteres Puzzlesteinchen findet sich, wenn man eine Ohnmacht betrachtet. Sie wird stets durch ein Erlebnis ausgelöst, daß „zuviel“ für die betreffende Person ist: angefangen von dem Erscheinen einer Maus über den Anblick des eigenen Blutes bis hin zu traumatischen Gefahrensituationen. Technisch betrachtet führt also das Erscheinen einer Wahrnehmung, die man nicht aushält, die man also nicht mehr integrieren kann, dazu, daß das Wachbewußtsein zerfällt und sich auflöst. Dabei kann man vor Angst, vor Schrecken oder auch vor Freude ohnmächtig werden oder es kann auch nur der „kleine Bruder“ der Ohnmacht auftreten: das sofortige Vergessen, also Verdrängen von Erlebnissen, die man einfach nicht ertragen kann.

Bei der Ohnmacht ist zu beachten, daß sich bei ihr nur das Wachbewußtsein, aber nicht das Traumbewußtsein auflöst, denn die meisten Personen können sich nach ihrer Ohnmacht an die verschiedensten Traumbilder erinnern.

Es zeigt sich also, daß die Aufrechterhaltung eines Bewußtseinszustandes und somit auch die Schwellen zwischen den verschiedenen Bewußtseinsformen mit der Integration der Bewußtseinsinhalte zu tun haben.

Die vier verschiedenen Bewußtseinszustände folgen, wie bereits bei der Beschreibung der Chakren dargestellt, entsprechend ihrer EEG-Frequenz aufeinander. Wenn sich nun die Bewußtseinsinhalte, die nicht mehr in das Wachbewußtsein integriert werden können, vergessen, also verdrängt werden, sofern sie nicht sofort zu einer Ohnmacht führen, sinken sie in den nächsten Bewußtseinsbereich hinab. Es sieht also so aus, als ob das Wachbewußtsein aus der Koordination einer Auswahl von Bewußtseinsinhalten aus dem Traumbewußtsein, also dem Unterbewußtsein, in dem sich alle Erinnerungen und alle Wahrnehmungen befinden, entstehen würde. Diese Betrachtungsweise stimmt ja auch mit allen psychologischen Erfahrungen überein. Derselbe Zusammenhang findet sich auch zwischen dem Wachzustand und dem Erregungszustand, bei dem sich die gesamte Aufmerksamkeit des Wachbewußtseins auf ein einziges Objekt bzw. eine einzelne Handlung (z.B. beim Sex) ausrichtet und alle anderen Bewußtseinsinhalte in den Hintergrund treten.

Daraus ergibt sich also das Bild, daß die Bewußtseinsinhalte des Erregungszustandes eine Auswahl aus den Bewußtseinsinhalten des Wachzustandes sind; daß die Bewußtseinsinhalte des Wachzustandes eine Auswahl aus den Bewußtseinsinhalten des Traumzustandes sind; und daß die Bewußtseinsinhalte des Traumzustandes sehr wahrscheinlich eine Auswahl aus den Bewußtseinsinhalten des Tiefschlafzustandes sind – woraus sich unter anderem ergibt, daß der Tiefschlaf der umfassenste Bewußtseinszustand ist, wofür ja auch spricht, daß er der erste Bewußtseinszustand ist, der sich mithilfe der EEG-Frequenzen bei einem Embryo feststellen läßt.

Die Vermutung, daß der Tiefschlaf der umfassendste und ursprünglichste Bewußtseinszustand ist, wird dadurch bestätigt, daß Yogis, die sich in dem Meditationszustand des reinen Bewußtseins ohne Gedanken, Gefühle und innere Bilder befinden, dieselbe EEG-Hirnfrequenze aufweisen wie der Tiefschlaf. Dieser Meditations-Bewußtseinszustand wird von den betreffenden Personen übereinstimmend als Wärme, Fülle, inneres Leuchten und als eine aus dem eigenen Herzen heraus entstehende Freude beschrieben.

An den Bewußtseinschwellen finden offenbar die wichtigen Vorgänge der Psyche statt: Verdrängungen, Ohnmächte, Wiederintegrierung von Verdrängtem und somit Heilung, Entschlüsse zur Konzentration auf eine Sache (Erregungszustand), Weitung des Bewußtseins in der Meditation usw.

Aus der eben dargestellten Betrachtung ergibt sich auch, daß diese Bewußtseinsschwellen, wenn alle Inhalte des größeren Bewußtseinsbereiches, z.B. des Unterbewußtseins/Traumzustandes bewußtseinsfähig und integriert worden sind, „durchsichtig“ werden und sich auflösen. Dies ist das eigentliche Ziel der meisten Meditationen. Wenn alle vier Bewußtseinszustände integriert worden sind, wird das Bewußtsein wieder zu einem Kontinuum und man bleibt auch während des Schalfes voll bewußt bzw. braucht nicht mehr zu schlafen, wie dies bei ja bei verschiedenen Yogis oder tibetischen Lamas der Fall ist.

Aus dieser Überlegung ergibt sich auch der Grund für die Notwendigkeit des Schlafes: Offensichtlich werden während es Schlafes die Inhalte des Wachbewußtseins zunächst in die innere Bilderwelt des Traumbewußtseins und dann diese innere Bilderwelt in die Identität des Tiefschlafes eingeordnet, sodaß man am Morgen wieder mit einem deutlich aufgeräumteren und daher frischeren Bewußtsein erwacht. Dieser Vorgang ist wie das regelmäßig Stimmen des Instrumentes, daß sich während des Spielens der verschiedensten Lieder während des Tages nach und nach verstimmt hat.


Die Materie strebt stets die Differenzierung an und das Bewußtsein strebt stets die Integration an, denn der natürliche Zustand der Materie ist die Vielheit und der natürliche Zustand des Bewußtseins ist die Einheit.


Offenbar werden im Laufe des Tages durch die Erlebnisse und Entscheidungen Verzerrungen innerhalb des Wachbewußtseins aufgebaut, die dazu führen, daß das Wachbewußtsein schließlich zerfällt und man folglich einschläft. Das Bewußtsein scheint also in sich die Tendenz zur Rückkehr zum integrierten Zustand und zur Einheit zu tragen. Dies ist bei der Materie gerade umgekehrt, bei der sich beobachten läßt, daß alle zusammengesetzten Dinge dazu neigen, in eine Vielheit zu zerfallen. So braucht der Körper z.B. ständig Energie von außen in Form von Wasser, Nahrung und Sauerstoff, um seine komplexe Form aufrechtzuerhalten. Das Bewußtsein braucht offenbar Energie, um bestimmte einzelne Entschlüsse zu fassen und umzusetzen, also um eine Vielheit herzustellen. Die Materie neigt also zur Differenzierung, während das Bewußtsein zur Integration neigt.


Bewußtsein

Körper

alle Systeme benötigen Energie zu ihrer Erhaltung

Drang zur Einheit, da eine Differenzierung aufgebaut wurde, deren Erhaltung Energie erfordert

Drang zum Zerfall, da eine Komplexität aufgebaut wurde, deren Erhaltung Energie erfordert

Notwendigkeit des Schlafes, d.h. des Einklanges mit dem übergeordneten System = Energieaufnahme

Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme, d.h. des Abbaues von energiereichen Substanzen = Energieaufnahme

die Welt als Bewußtsein ist eine Einheit, die sich unter Energieverbrauch differenziert und daher die Tendenz zur Rückkehr zur Einheit in sich trägt

die Welt als Materie ist Vielfalt, die sich unter Energiever-brauch zusammenfügt und zu größeren Einheiten organi-siert und daher die Tendenz zur Rückkehr zur Vielheit in sich trägt


Es findet sich eine interessante Polarität zwischen Bewußtsein und Materie, also zwischen den beiden Seiten der einen Sache: Der Drang der Materie hin zur Vielfalt, der sich auch in der Evolution unseres Universums deutlich sehen läßt, und der Drang des Bewußtseins zur Integration und zur Einheit, den man in dem Streben nach Selbsterkenntnis und in dem Streben der Mystiker nach dem Erreichen des einen, alles umfassenden Bewußtseins (Gott, Allah, Nirvana, Satori ...) wiederfindet.

In diesen zwei unterschiedlichen Bewegungen zeigt sich auch, daß die Materie offenbar der Ausdruck des Vielheit-Aspektes der Welt ist und daß das Bewußtsein der Einheit-Aspekt der Welt ist.

Man kann dies auch „subjektiver“ formulieren: in dem Differenzierungsdrang der Materie zeigt sich die Schöpferkraft der Welt und in dem Integrationsdrang des Bewußtseins zeigt sich die Liebe der Welt – oder Gottes, wenn man die Einheit des Bewußtseins hier einmal mit dem religiösen Begriff dafür bezeichnen möchte. Man kann entsprechend die Schöpferkraft auch „Gottes Drang nach Selbstausdruck“ nennen. Innerhalb dieses Bildes, das die Welt als ein großes, alles umfassendes Lebewesen ansieht, dessen Körper die gesamte Materie ist und dessen Bewußtsein das eine, alles umfassende Bewußtsein, also Gott ist, kann man die Liebe auch als die Erinnerung der einzelnen Teile der Welt an ihren Ursprung in der Einheit, als ihre Erkenntnis, „Zellen“ in dem einen großen Organismus zu sein, auffassen.

Mit den beiden unterschiedlichen Bewegungen in der Welt ist noch eine weitere Polarität verbunden. In der Vielheit von Objekten, deren Verhalten von der klassischen Mechanik beschrieben wird, ist alles genau definiert und determiniert – alles steht schon fest und es gibt keinerlei Abweichungen. Wenn man jedoch in den Bereich der Elementarteilchen schaut, finden sich hier nur noch statistische Regelmäßigkeiten und keine präzise Kausalität mehr, die jedem einzelnen Teilchen vorschreibt, was es zu tun hat: Hier liegt nur noch fest, daß z.B. 25% der Teilchen das eine Verhalten, 25% der Teilchen ein anderes Verhalten und die übrigen 50% ein drittes Verhalten zeigen – aber man weiß nie, welches Teilchen was tun wird. Wenn man sich schließlich die Raumzeit selber oder einfach eine Einheit, neben der es nichts anderes gibt, vorstellt, so wird offensichtlich, daß diese Einheit vollkommen selbstbestimmt ist, einfach weil es keine andere Einflüsse von außerhalb gibt – das heißt, daß diese Einheit frei ist. Die Vielheit und somit die Materie ist determiniert und die Einheit und somit das Bewußtsein ist frei.

Diese Freiheit trägt jedes Bewußtsein als seine innerste Wurzel in sich – wodurch auch die ganzen magisch-spirituellen Phänomene, die den Naturgesetzen vollkommen widersprechen wie z.B. die Levitation (Schweben), die von vielen Mystikern und Yogis berichtet wird, möglich werden. Wenn man die Freiheit in seinem Bewußtsein nicht nutzt, bleibt man mit seinen Handlungen im Rahmen der Naturgesetze, aber wenn man den Anschluß an diese Freiheit, die in der Einheit des Bewußtseins liegt, wiederherstellt und nutzt, dann kann man Wunder tun – so wie Christus, der in seinem vollkommenen Vertrauen auf Gott selbst Tote erweckt hat. Dieses Vertrauen in die Einheit, dieser „Glaube an Gott“, wie es im Christentum genannt wird, führt zu einem vollkommen freien Handeln.



Bewußtsein

Materie

Drang zur

Integration

Differenzierung

Grundzustand

Einheit

Vielheit

Eigendynamik

Freiheit

Determiniertheit


Aus diesen zwei verschiedenen Dynamiken von Bewußtsein und Materie ergibt sich die Dynamik der Welt. Diese beiden Tendenzen finden sich auch im materiellen Aufbau der Welt selber: zum einen der Urknallimpuls, der dazu führt, daß sich das Weltall ausdehnt und sich die Energie in ihm zum größten Teil zu Elementarteilchen „kondensiert“ hat, aus denen die Materie besteht, und zum anderen die genau gleichstarke Gravitation zwischen allen Sternen, die alle Dinge in unserem Weltall wieder zusammenzieht. Diese beiden Tendenzen finden sich auch im Bewußtsein wieder, in dem sich sowohl der Wunsch nach Integration und Erkenntnis als auch der Wunsch nach Selbstausdruck findet.

Die Grunddynamik der Materie ist jedoch die Differenzierung und die Grunddynamik des Bewußtseins ist die Integration.


Die Einheit ist frei und die Vielheit ist determiniert – daher wird das nach Einheit strebende Bewußtsein immer freier und die nach Vielheit strebende Materie immer determinierter.


Die Freiheit als wesentliche Qualität der allem zugrundeliegenden Einheit und somit auch als potentielle Qualität in jedem Bewußtsein ermöglicht es, auf eine sehr grundlegende Art jede Form von Magie zu erklären: man handelt in der Magie nicht mehr körperbezogen innerhalb des determinierten Rahmens, sondern man wird aufgrund der inneren Freiheit schöpferisch tätig und bewirkt Magie oder gar Wunder.




Es gibt noch ein Phänomen, an dem sich die Plausibilität der hier untersuchten Hypothese „Materie ist die Welt nach außen hin gesehen und Bewußtsein ist die Welt von innen her gesehen“ zeigt: der Tierkreis aus der Astrologie. Wenn der Tierkreis und die Astrologie einen Sinn haben (wie die Praxis zeigt), dann sollte sich solch eine grundlegende Struktur wie der Tierkreis mit seinen zwölf gleichgroßen Tierkreiszeichen ja relativ einfach in dem Aufbau der Materie wiederfinden lassen. Da die Horoskope und somit auch der Tierkreis immer dort auftreten, wo etwas entsteht, sollte sich auch an diesen Stellen in der Physik die Zwölferteilung des Tierkreises finden.

Diese Übergänge, an denen etwas Neues entsteht, sind in der Physik die Entstehung von Energiequanten, die Entstehung von Elementarteilchen aus Energie durch „E=mc²“ und die Bildung einer Elektronenhülle um einen Atomkern. An genau diesen stellen findet sich auch in der Physik eine zwölfteilige Struktur.

Die einfachste Darstellung des einfachsten Energiequants, also des Gravitons, ist die Darstelung als eines schwingenden Kreises, der genau zwölf Wellentäler und Wellenberge hat. Eine solche stehende Welle ist in der Physik auch das einzige Phänomen, das eine Strecke, also hier den Kreisumfang, in gleichgroße, scharf abgegrenzte Bereiche aufteilen kann, die somit den einzelnen, ebenfalls scharf voneinander abgegrenzten Tierkreiszeichen entsprechen. Aus diesen „Heisenberg'schen Spinketten“, wie diese schwingenden Kreise genannt werden, hat sich die gesamte Superstringtheorie entwickelt, die das heutige physikalische Weltbild prägt. Man könnte also mit einiger Berechtigung sagen, daß der Tierkreis das Urbild der Superstringtheorie ist ...

Es gibt genau zwölf Elementarteilchen, die aus der Energie entstehen können und aus denen sich dann alle anderen Teilchen in unserer Welt und schließlich auch die Atome und dann im weiteren die Moleküle zusammnsetzen. Wie bei den Tierkreiszeichen, bei denen es vier verschiedene Elemente gibt, gibt es auch vier verschiedene Grundarten von Elementarteilchen und so wie es in der Astrologie von jedem Element drei verschiedene Dynamiken gibt, so gibt es auch von den vier Grundtypen der Elementarteilchen drei verschiedene Ausbildungen.

Die vier Grundarten der Tierkreiszeichen sind die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde und die drei Grunddynamiken in denen diese Tierkreiszeichen auftreten, sind „kardinal“ (wie der Strahl eines Springbrunnens), „fix“ (wie die Fontäne, zu der sich der Strahl entfaltet) und „beweglich (wie die wieder herabfallenden Tropfen).

So ergeben sich aus den vier Elementen/Grundtypen, die in jeweils drei Dynamiken/Ausbildungen auftreten, die zwölf Tierkreiszeichen/Elementarteilchen.


1. Grundtyp

2. Grundtyp

3. Grundtyp

4. Grundtyp

1. Familie

up-Quark

down-Quark

Elektron

Elektron-Neutrino

2. Familie

charm-Quark

strange-Quark

Myon

Myon-Neutrino

3. Familie

top-Quark

bottom-Quark

Tauon

Tauon-Neutrino



1. Element (Feuer)

2. Element (Wasser)

3. Element (Luft)

4. Element (Erde)

1. Dynamik (Strahl)

Widder

Krebs

Waage

Steinbock

2. Dynamik (Fontäne)

Löwe

Skorpion

Wassermann

Stier

3. Dynamik (Tropfen)

Schütze

Fische

Zwillinge

Jungfrau


Schließlich findet sich diese Zwölferteilung auch in dem Aufbau der Elektronenhüllen um einen Atomkern. Wenn man im Detail betrachtet, in welcher Form die Elektronen eine Elektronenhülle bilden, ergibt sich folgendes Bild:

1. die s-Orbitale der Elektronen sind kugelförmig und ergeben einen Punkt (Mitte) bzw. den ganzen, unstrukturierten Kreis;

2. die p-Orbitale der Elektronen sind wie zwei abgeplattete, aneinanderliegende Kugeln und ergeben zwei sich gegenüberliegende Punkte auf einem Kreis;

3. die d-Orbitale der Elektronen sind wie vier im 90°-Winkel zueinander stehende Tropfen, die sich mit den Spitzen berühren, und ergeben vier Punkte auf einem Kreis;

4. die f-Orbitale der Elektronen sind wie sechs im 60°-Winkel zueinander stehende Tropfen, die sich mit den Spitzen berühren, und ergeben sechs Punkte auf einem Kreis.


Wenn man also die vier möglichen Orbitalarten in der Weise übereinanderlegt, das immer ein Orbital der neu hinzugefügten Orbitalart genau auf ein Orbital der vorigen Orbitalart zu liegen kommt, ergibt sich ein zwölffach gegliederter Kreis, der somit dem Tierkreis entspricht. Dies ist „das kleinste gemeinsame Vielfache“ der hier beschriebenen vier Einteilungen des Kreises, also die einfachste Form, in die sich alle vier Orbitalarten einfügen lassen: der einfache, ungeteilte Kreis (S-Orbital), der zweifach geteilte Kreis (p-Orbitale), der vierfach geteilte Kreis (d-Orbital) und der sechsfach geteilte Kreis (f-Orbital) – das kleinste gemeinsame Vielfache von 1, 2, 4 und 6 ist 12.


Nun gibt es bezüglich des Tierkreises noch eine interessante Struktur. In der Astrologie hat es sich gezeigt, daß bestimmte Winkel („Aspekte“) immer bestimmte Qualitäten haben und daß sich aus diesen Winkeln auch die Qualitäten der Tierkreiszeichen ableiten lassen: der 0°-Winkel entspricht dem Widder, der 30°-Winkel dem im Abstand von 30° auf den Widder folgenden Stier, der 60°-Winkel dem im Abstand von 60° auf den Widder folgenden Zwilling usw. Daher sollten die astrologischen Qualitäten dieser Winkel, die ja die Qualitäten des Tierkreises darstellen, mit den Qualitäten dieser Winkel in der Physik übereinstimmen - was auch der Fall ist.

Die Qualitäten der astrologischen Aspekte und ihrer physikalischen Entsprechungen sowie einiger ihrer Entsprechungen bezüglich der Qualitäten der verschiedenen Kristallisationsformen der Mineralien in der Steinheilkunde sind:


1. die Identität (0°): Selbsterhaltung

- die einpolare Gravitation, die alle Dinge zueinanderzieht,

- die Kugelform der innersten s-Orbitale der Elektronenhüllen


2. die Anlagerung (30°): Wahrnehmung, Kontakt

- Für diesen Winkel findet sich in der Physik meines Wissens kein Beispiel – auch wenn das Prinzip des Halbsextils, also die lose Anlagerung, das Grundprinzip ist, nach dem sich aus den chemischen Molekülen durch die van der Waals-Kräfte die biologische Substanz aufbaut.


3. die Gruppenbildung (60°): Wachstum, "platzsparendstes Zusammenfügen von gleichen Individuen"

- Waben,

- kürzeste Verbindung zwischen vier Punkten

- Schneeflocke

- viele gleichgroße Kugeln auf einer Ebene liegen immer im 60°-Winkel zueinander

- gleichgroße Kugeln liegen auch in einer Kiste (engste Aneinanderlagerung) im 60°-Winkel zuein-ander (so z.B. auch in Atomkernen, bei denen die Elelemnte, die einen Atomkern mit möglichst kleinem Durchmesser im Verhältnis zur Anzahl der Protonen und Neutronen haben, d.h. die eine regelmäßige sechseckige Form haben, fallen durch ihre physikalsichen und chemischen Qualitäten auf: Wasserstoff - Grundbaustein; Kohlenstoff – organische Chemie; Eisen – Element mit dem niedrigsten Energieniveau; und Osmium – höchster Schmelz- und Siedepunkt)

- die hexagonale Kristallisationsform, in der die Ionen in 60°-Winkeln angeordnet sind; diese Mineralien haben in der Steinheilkunde einen lose zusammenfügenden, beweglichen Charakter

- Kohlenstoff bildet häufig regelmäßige Sechsecke (Benzolring)

- Wenn mehrere Monde sich dieselbe Umlaufbahn um einen Planeten teilen bzw. mehrere Planeten sich dieselbe Umlaufbahn um eine Sonne teilen, ist dies nur möglich, wenn diese Monde von ihrem Planeten aus (bzw. die Planeten von ihrer Sonne aus) in einem Abstand von 60° zueinander stehen. Ein Planet kann also auf einer einzigen Umlaufbahn genau sechs Monde um sich kreisen haben - was genau dem Bild des Benzolringes (plus Zentralkörper) entspricht. Solche "Trojaner" genannten Himmelkörper sind durchaus nichts seltenes: die Erde, der Mars, der Jupiter, der Saturn und der Neptun haben auf ihrer Umlaufbahn solch 60° von ihnen entfernten "Geschwister"; der Saturn-Mond Dione hat einen "Zwilling" der ihm in einem Abstand von 60° vorausfliegt, und der Saturn-Mond Tethys hat seinerseits zwei Monde, Telesto und Calypso, die diesen Saturnmond auf derselben Umlaufbahn im Abstand von 60° umkreisen.

- die f-Orbitale der Elektronen, in denen sechs Elektronen in gleichen Abständen auf einem Kreis verteilt werden

- Es gibt noch einen weiteren "Atomkern", der aus ca. 1051 Neutronen besteht: die Neutronensterne, die die Reste von "ausgebrannten", ehemals sehr großen Sonnen sind und ausschließlich aus Neutronen bestehen. Aufgrund der extrem hohen Gravitation in diesen Neutronensternen liegen die Neutronen in ihnen ebenfalls in der hier beschreibenen 60°-Schichtung.

- die hexagonale Kristallisationsform zeigt sich in der Steinheilkunde als loser, beweglicher Zusammenhalt und als Flexibilität

4. die Abgrenzung (90°): Schutz, Abgrenzung, Verteidigung

- der "Aufbau" des Lichtes, also der elektromagnetischen Wellen, in denen die elektrische Welle senkrecht, also "quadratisch" (und phasenverschoben) zur magnetischen Welle steht und auf diese Weise das Photon, das Lichtteilchen bildet.

- die kubische Kristallisationsform mit ihren in 90°-Winkeln angeordneten Ionen; diese Mineralien sind in der Steinheilkunde durch ihren sperrigen, trennenden Charakter gekennzeichnet

- die kreuzförmig angeordneten vier d-Orbitale der Elektronen


    5. die Verbindung (120°): Zusammenhalt, Integration, Assimilation

      ´ - die dreipolare Farbkraft, die immer drei Quarks in einem Proton oder Neutron zusammenhält

- die trigonale Kristallisationsform, in der die Ionen in 120°-Winkeln angeordnet sind und die in der Steinheilkunde die Mineralien mit einer zusammenhaltenden, aufbauenden Qualität kennzeichnet

6. die Verwandlung (150°): Regeneration, Vermehrung, Dissilmilation, Ernährung

- die Qualität dieses astrologischen Aspektes findet sich in der Physik bei dem radioaktiven Zerfall wieder, aber es ist noch unklar, wo dort der 150°-Winkel auftaucht

7. der Gegensatz (180°): Rhythmus, Geschlechtertrennung, Neukombinationen

- die zweipolare elektromagnetische Kraft, die Bewegungen und Polarisierung und Ergänzungs-gegensätze erzeugt

- die innersten, sich immer paarweise gegenüberliegenden, hantelförmigen (8-förmigen) p-Orbitale der Elektronen

- das grundlegende physikalische Paar in unserem Universum: der ausdehnende Urknallimpuls und die genau gleichgroße zusammenziehende Gesamtgravitaion.

- dieses Prinzip, das es zu jedem Entstandenen auch seinen Gegensatz geben muß (da sonst etwas aus dem Nichts heraus entstanden wäre)


In Bezug auf den Tierkreis mit seiner Zwölferteilung, seinem Auftreten bei der Entstehung von Neuem (Horoskop) und der Qualitäten der sieben verschiedenen in ihm enthaltenen Winkel zeigt sich also eine detailreiche Übereinstimmung zwischen dieser Struktur des Bewußtseins und dem Aufbau der Materie. Daß es sich bei dem Tierkreis um eine Bewußtseinsstruktur handelt, läßt sich daran erkennen, daß die von der Astrologie beschriebenen Qualitäten und Prägungen keine physikalische Wirkungsgrundlage haben. Daran, daß ein Horoskop sowohl den Charakter einer Person als auch ihren Körperbau und ihre Veranlagung für Krankheiten beschreibt, macht deutlich, daß das Horoskop zwar eine Bewußtseinsstruktur ist, daß diese Bewußtseinsstruktur aber den Aufbau und die Konstitution des Körper in umfassender Weise prägt: die Gene legen fest, daß es ein Mensch ist, und das Horoskop beschreibt die besondere Art dieses Menschen in Bezug auf seinen Charakter und auf auf seinen Körper.


Bei allen Übergänge hin zur Vielheit an allen Schwellen im Bewußtsein und in der Materie weist das neu Entstandene die Zwölferstruktur des Tierkreises mit seinen sieben spezifischen Winkelqualitäten auf. Am bekanntesten ist von diesen Übergangsstrukturen das Horoskop.




Es gibt noch ein paar weitere Spuren, die man einmal auf der Suche nach der Plausibilität der hier untersuchten Hypothese, daß Bewußtsein und Materie nur die zwei verschiedene Betrachtungsweisen derselben Sache sind, verfolgen kann.

Einer dieser Fäden knüpft an der Feststellung an, daß es ein Bewußtsein zu geben scheint, das die gesamte Welt umfaßt und eine Einheit ist, die sich aller Dinge bewußt ist und die im allgemeinen Gott genannt wird.

Wenn Gott das Bewußtsein der Welt ist, dann muß man die Welt als Ganzes als ein Lebewesen ansehen. Aus der Chaosforschung ist bekannt, das alle Lebewesen Fraktalcharakter haben, d.h. daß sie selbstähnlich sind. In Bezug auf den Menschen zeigt sich diese Selbstähnlichkeit z.B. darin, daß sich der Gesamtzustand eines Körpers an jedem Teil dieses Körpers ablesen läßt, da sich der Gesamtzustand des Körpers in jedem seiner Teile widerspiegelt: So zeigt sich die körperliche Verfassung durch die altchinesische Pulsdiagnose, durch die Irisdiagnose (Auge), in den Handlinien, in den Fußreflexzonen usw und ein erfahrener Arzt kasnn aus jdem Köroperteil Rückschlüsse auf den charakter des Menschen schließen. Auf die Welt als Ganzes bezogen bedeutet diese Überlegung, daß sich auch in der Welt als ganzer eine umfassende Selbstähnlichkeit finden lassen muß.

Zunächst einmal liegt natürlich der Verdacht nahe, daß es sich dabei um die überall gleichen Naturgesetze handelt, aber die Selbstähnlichkeit liegt nicht in kausalen Ereignisfolgen und den Naturgesetzen, auf denen sie beruhen, sondern auf Strukturen, Verteilungen, Anordnungen, Mustern, Symmetrien und ähnlichem, die sich in allen Teilen wiederholen. Die Selbstähnlichkeit hat nichts mit den Genen zu tun, sondern mit dem Horoskop – also nicht damit, daß jemand ein Mensch ist (Gene), sondern damit, welchen Charakter er hat, was für ein Typ jemand ist (Horoskop).

Ein erster Hinweis auf eine solche umfassende Selbstähnlichkeit sind dann auch die Horoskope – aber da sich in jedem Sonnensystem andere Planeten finden, ist letztlich nur der Tierkreis als solcher wirklich ein Element der Selbstähnlichkeit, da er überall gilt und, wie weiter oben gezeigt wurde, an den wesentlichen Übergängen in der Physik als Tierkreis bzw. allgemein als die immer gleichen Qualitäten der verschiedenen mit den zwölf Tierkreiszeichen verbundenen Winkeln erscheint.

Es gibt jedoch noch eine umfassendere Struktur, die eine solche Selbstähnlichkeit beschreibt. Dies ist der kabbalistische Lebensbaum, der aus 38 Elementen besteht. Bei diesem „graphischen Symbol“ handelt es sich um eine Struktur, die sich in allen Dingen wiederfinden läßt, angefangen bei einem Einzeller über den Aufbau eines Staubsaugers oder der deutschen Verfassung, dem Aufbau einer mittelalterlichen Burg, im klassischen Ballett, in der Entwicklung der menschlichen Zivilisation, in dem Aufbau einer Eiche oder eines Pilzes, bis hin zu der Dynamik der Entstehung eines Sternes oder der Evolution des Weltalls – eben in allem.

Diese Struktur besteht aus elf festen Zuständen, die durch vier Übergänge in zwölf Gruppen unterteilt sind und die durch zweiundzwanzig Pfade miteinander verbunden sind, die Entwicklungsmöglichkeiten und Zusammenhänge darstellen, sowie schließlich den beiden Dynamiken der Differenzierung und der Integration. Dieses System als ganzes darzustellen, würde ein ganzes Buch erfordern, weshalb es hier nur kurz skizziert werden soll.

Der oberste Bereich dieses Lebensbaumes stellt die Einheit dar und der untere Bereich die Vielheit und die drei Bereiche dazwischen die Entwicklung zwischen ihnen, die durch die vier Übergänge voneinander abgegrenzt sind. Diese Bereiche und Übergänge finden sich in folgender Form in der Materie und in dem Bewußtsein:


Bereich auf dem Lebensbaum

Bewußtsein

Materie




1. Bereich: Einheit

Gott

Zeit

Übergang: „Auflösung“



2. Bereich

Gottheiten

Energie = Krümmung der Raumzeit

Übergang: „Abgrund“



3. Bereich

Seele (Tiefschlaf)

Elementarteilchen

Übergang: „Graben“



4. Bereich

Psyche (Traumzustand)

Atome

Übergang: „Schwelle“



5. Bereich

Körper (Wachzustand)

Materie


Der zweite bis dritte Bereich sind jeweils noch einmal in drei Aspekte untergliedert, die dann zusammen mit der Einheit und der Vielheit die elf Zustände darstellen.

Der Lebensbaum z.B. der Physik sieht dann wie in der unten dargestellten Tabelle aus. Aus traditionellen Gründen läuft die Zählung der Zustände mit einem Einschub ab: 1, 2, 3, D, 4 ... 10.



Bereich

Lebensbaum

Bereich




1. Bereich (Einheit)

(1) Zeit

Zeit

Übergang: „Auflösung“

Urknall


2. Bereich

(3) Gluonen (2) Photonen

(D) Gluonenbälle

Energie

Übergang: „Abgrund“

E=mc²


3. Bereich

(5) Protonen/Neutronen (4) Quarks/Elektronen/Neutrinos

(6) Atomkerne

Elementarteilchen

Übergang: „Graben“

Ende des Plasmazustandes


4. Bereich

(8) Moleküle (7) Atome

(9) Molekülverbände

Atome

Übergang: „Schwelle“

Aneinanderlagerung


5. Bereich (Vielheit)

(10) Materie

Materie


Die Photonen sind die Energiequanten der elektromagnetischen Kraft und die Gluonen sind die Energiequanten der Farbkraft, die auch starke Wechselwirkung genannt wird und die innerhalb der Atomkerne die prägende Kraft ist.

Die Gluonenbälle (D) sind wie die beiden anderen unteren, mittleren Zustände (6, 9) Zusammensetzungen aus gleichen Elementen: die Molekülverbände (9), also die biologische Substanz, setzt sich aus Molekülen (8) zusammen; die Atomkerne (6) setzen sich aus Protonen und Neutronen (5) zusammen, und die Gluonenbälle (D) setzen sich aus einzelnen Gluonen (3) zusammen.


Das ganze System des kabbalistischen Lebensbaumes, der ursprünglich aus der jüdischen Mystik stammt, beruht auf einer Dreierdynamik, die man am besten mit einem Springbrunnen vergleichen kann: zuerst schießt der Strahl empor, dann bildet sich oben eine Fontäne und schließlich fallen die Tropfen wieder herab. Diese Dynamik findet sich auch in dem Tierkreis als die drei Dynamiken (kardinal/“Strahl“, fix/“Fontäne und beweglich/“Tropfen“) wieder. Sie entsprechen auch den drei indischen Göttern Brahma der Erschaffer, Vishnu der Erhalter und Shiva der Zerstörer. Ebenso findet man sie als die drei Familien, die es von den vier grundlegenden Elemenatarteilchen gibt. Diese Dreiheit stellt unter anderem auch die Feinstruktur des astrologischen 120°-Aspektes dar, da diese drei Dynamiken eines Elementes im Tierkreis immer durch drei Trigone (120°) verbunden sind.



1. Dynamik

2. Dynamik

3. Dynamik

Springbrunnen

Strahl

Fontäne

Tropfen

Tierkreis

kardinale Zeichen

fixe Zeichen

bewegliche Zeichen

Elementarteilchen

1. Familie

2. Familie

3. Familie

Lebensbaum

Einheit

Entfaltung

Vielheit

Chakren

Halschakra/Sonnengeflecht

Drittes Auge /Hara

Scheitelchakra/Wurzelchakra

Indische Götter

Brahma

Vishnu

Shiva


Es ließe sich nur aus der Betrachtung dieser Dreiheit ein ganzes „Glasperlenspielenspiel“, wie Hermann Hesse solche umfassenden Darstellungen von Zusammenhängen und Parallelen ins einem gleichnamigen Roman genannt hat, herleiten.

Der kabbalistische Lebensbaum ergibt sich aus dieser Dreiheit wie folgt:


- Zunächst einmal gibt es die Welt als Ganzes = ein Element.

- Dann wird die Welt in drei Teile geteilt: die ursprüngliche Einheit (Strahl), die Entfaltung der Einheit (Fon-täne) und die Vielheit (Tropfen) = drei Elemente.

- Nun wird der Bereich der Entfaltung noch einmal in diese drei Phasen unterteilt, wodurch sich die oben in der Tabelle gezeigte Differenzierung ergibt: die Einheit, drei Entfaltungsphasen und die Vielheit = 5 Elemente.

- Schließlich werden die drei mittleren Bereiche, die die Entfaltung darstellen, noch einmal in je drei Phasen unterteilt, wodurch sich dann die Einheit, die drei Phasen des zweiten Bereiches, die drei Phasen des dritten Bereiches, die drei Phasen des vierten Bereiches und die Vielheit ergeben = elf Bereiche.

Die Psyche, die eine Entsprechung zu dem vierten Bereich ist, unterteilt sich dabei z.B. in Fühlen (Strahl), Denken (Fontaine) und innere Bilder (Tropfen).

Die Einheit und die Vielheit sind Ausgangs- und Endpunkt und als solche nicht weiter differenzierbar, während die Entfaltungsphase noch weiter von neun auf siebenundzwanzig Zuständen differenziert werden kann, was aber nur bei sehr umfangreichen Betrachtungen wie z.B. der Analyse der gesamten Evolution sinnvoll ist.


Die drei oberen Übergänge sind Orte, an denen etwas Neues entsteht, und der untere Übergang ist ein Ort, an dem das bisherige zusammengefaßt wird. Wie weiter oben schon dargestellt worden ist, finden sich Horoskope und somit auch der Tierkreis immer an den Stellen, an denen etwas Neues entsteht – auf dem Lebensbaum also an den drei oberen Übergängen. An dem unteren Übergänge finden sich nur die astrologischen Transite, also die durch den aktuellen Planetenstand bedingten Variationen des Geburtshoroskopes. Demzufolge finden sich an den drei oberen Übergängen die drei bereits beschriebenen in der Physik auftretenden Zwölferteilungen: die Heisenberg'schen Spinketten, die zwölf Elementarteilchen und die Elektronenhüllenkonfiguration. In Lebensbäumen, die andere Themen als die Physik strukturieren und ordnen, finden sich dort natürlich andere Entsprechungen.

Die Funktion des Tierkreises gleichzeitig als Grenze und Verbindung läßt sich auch aus den Qualitäten der sieben verschiedenen Winkel (0°, 30°, 60° ...180°), die den Tierkreis „aufspannen“, herleiten.


Die Qualität der Konjunktion (0°) hat die Qualität der Einheit – der Tierkreis an den Übergängen (Bewußtseinsschwellen) ist ein Element innerhalb eines einheitlichen Organismus (z.B. die Welt als ganzes).


Die Qualität der Opposition (180°) ist der Ergänzungsgegensatz – der Tierkreis beschreibt das Verhältnis zweier verschiedener, aber zusammengehöriger Bereiche zueinander (z.B. die Seele und die ihre derzeitige Inkarnation, die durch ein Horoskop geprägt ist).


Die Qualität des Quadrates (90°) ist die Trennung – die Übergänge auf dem Lebensbaum, an denen der Tierkreis erscheint, trennen zwei Bereiche voneinander (z.B. Wachbewußtsein und Unterbewußtsein).


Die Qualität des Trigons (120°) ist die feste Verbindung zweier Bereiche und ihr Einfluß aufeinander – aus dem einen der beiden durch einen Übergang/Tierkreis getrennten Bereiche ist der andere der beiden Bereiche entstanden (z.B. die Entstehung aller Elementarteilchen aus der Energiequanten).


Die Qualität des Sextils (60°) ist die lose, platzsparendste Anordnung – der Bereich oberhalb und unterhalb des Überganges/Tierkreises haben ihre jeweils eigene Dynamik, aber sie streben ständig nach der effektivsten Zusammenarbeit und nach der energiesparensten Anordnung (z.B. Elektronen bei der Bildung einer Elekronenhülle).


Die Qualität des Quincunxes (150°) ist ständige Auflösung und Neuformung – der Bereich auf dem Lebensbaum unterhalb eines Überganges/Tierkreises löst ständig durch seine Aktivität seine Ordnung auf und stellt diese dann durch die Orientierung an dem Bereich oberhalb des Übergangs/Tierkreises wieder her (z.B. die „Verdauung“ der im Wachzustand im Laufe des Tages angesammelten, unverarbeiteten Erlebnisse während des Schklafes) wieder her.


Die Qualität des Halbsextiles (30°) ist die Berührung – der Bereich oberhalb des Überganges/Tierkreises sendet dem unteren immer wieder einmal Impulse und der untere Bereich spürt immer wieder einmal den Strukturen des oberen Bereiches nach, um Orientierung zu erhalten (z.B. Intuitionen und Sinnsuche).


Somit läßt sich nun der Tierkreis in den Lebensbaum integrieren, wodurch man eine vollständigere Übersicht über die Elemente der Physik erhält:
















Bereich

Lebensbaum

Bereich




1. Bereich (Einheit)

(1) Zeit

Zeit

Übergang: „Auflösung“

Urknall

zwölfteilige Heisenberg'sche Spinketten

2. Bereich

(3) Gluonen (2) Photonen


(D) Gluonenbälle

Energie

Übergang: „Abgrund“

E=mc²

zwölf Elementarteilchen

3. Bereich

(5) Protonen/Neutronen (4) Quarks/Elektronen/Neutrinos


(6) Atomkerne

Elementarteilchen

Übergang: „Graben“

Ende des Plasmazustandes

Zwölferteilung der Elektronenhüllen

4. Bereich

(8) Moleküle (7) Atome


(9) Molekülverbände

Atome

Übergang: „Schwelle“

Aneinanderlagerung

-

5. Bereich (Vielheit)

(10) Materie

Materie


Dieser Lebensbaum findet sich wirklich an jedem Ort wieder, so z.B. auch bei den elf Dimensionen, mit denen die mathemathische-physikalische Theorie der Superstrings arbeitet. In dieser Theorie gibt es zunächst die Zeit als die erste Dimension, darauf folgen die drei gewohnten ausgedehnten Raumdimensionen, dann die sechs „zusammengerollten“ Raumdimensionen, die nur unterhalb der Plankgröße, also weit unterhalb des Durchmessers eines Elektrons sichtbar werden, und schließlich eine letzte Dimension, die (wie für den untersten Übergang und den untersten Zustand auf dem Lebensbaum üblich) zusammenfassenden Charakter hat. Wenn man diese elf Dimensionen auf dem Lebensbaum oder in die oben dargestellte Tabelle der fünf Bereiche einträgt, wird deutlich, das die Zeit die ursprüngliche Dimension ist, aus der heraus sich alle anderen entfaltet haben und daß die Zeit daher die „Grundsubstanz“ unserer Welt ist – was in der Superstringtheorie bisher noch nicht so explizit deutlich geworden ist.


Bereich auf dem Lebensbaum

Bewußtsein

Materie

Dimensionen





1. Bereich: Einheit

Gott

Zeit

Zeit-Dimension

Übergang: „Auflösung“




2. Bereich (drei Zustände)

Gottheiten

Energie = Krümmung der Raumzeit

drei ausgedehnte Raumdimensionen

Übergang: „Abgrund“




3. Bereich (drei Zustände)

Seele (Tiefschlaf)

Elementarteilchen

drei aufgerollte Raumdimensionen

Übergang: „Graben“




4. Bereich (drei Zustände)

Psyche (Traumzustand)

Atome

drei aufgerollte Raumdimensionen

Übergang: „Schwelle“




5. Bereich

Körper (Wachzustand)

Materie

eine abschließende Raumdimension


Die Zeit entspricht offenbar Gott, dem man ja traditionell auch das A und O, also den Anfang und das Ende bzw. den Ewigen nennt.

Die drei ausgedehnten Raumdimensionen mit ihrer Abgrenzenlosigkeit stimmen qualitativ mit der Energie überein, die sich ja aus der Krümmung der Raumzeit ergibt, die ebenfalls abgrenzungslos ist, und die sozusagen „gespeicherte Kraft“ ist, deren Reichweit ja ebenfalls unendlich ist, ergibt.

Die sechs aufgerollten Dimensionen, die deutlich voneinander abgegrenzt sind, weil sie zu klein sind, um von einem Elementarteilchen bis zum nächsten zu reichen, entsprechcen der Abgegrenztheit der nächsten beiden Bereiche auf dem Lebensbaum, in der sich die abgegrenzten Elementarteilchen und Atome finden.

Die letzte Dimension ist ebenso wie die Vielheit eine „Zusammenfassung“ zu dem endgültigen Zustand.


Betrachtungen dieser Art lassen sich mit dem Lebensbaum wörtlich zu hunderten anstellen, da diese Struktur eben in allem enthalten ist. Durch solche Betrachtungen entsteht nach und nach ein Bild von der Struktur und der Dynamik in der Welt, die alle Dinge prägt, wodurch sich alles Einzelwissen zu einem großen, umfassenden Bild zusammenfügt, das den Wissendurst und den Erkenntnisdrang viel besser stillt als Einzelwissen.




Es gibt noch einen weiteren Faden, den es sich zu verfolgen lohnt. Wenn man die bisherige Betrachtung anschaut, ergibt sich aus ihr, daß letztlich alle Dinge „beseelt“ sein müssen, also ein Bewußtsein haben – das mehr oder weniger differenziert ist. Es ergibt sich also so eine Art „differenzierter Pantheismus“, in dem Bewußtsein auf zumindest fünf verschiedenen Integrationsebenen auftritt, die den fünf Bereichen auf dem Lebensbaum entsprechen: als Wachbewußtsein in Verbindung mit dem Körper, als Traumbewußtsein in Verbindung mit der Psyche, als Tiefschlaf in Verbindung mit dem Persönlichkeitskern („Seele“) und darüber hinaus noch als Gottheiten-Bewußtsein und schließlich als Gottesbewußtsein, daß als Bewußtseinseinheit sich aller Dinge in unserem Weltall bewußt ist. Dieses Gottesbewußtsein wird von den Mystikern angestrebt und im Christentum meistens unio mystica genannt. Das Gottheiten-Bewußtsein findet sich vereinzelt in spirituellen Schriften beschrieben: es ist wie der Raum und die Energie ein abgrenzungsloses Bewußtseinskontinuum, in der die Individualität nicht mehr durch ihre Abgrenzung, sondern durch ihre Selbstgewißheit über ihre eigene Qualität definiert ist – was zunächst einmal ein nicht leicht zu ertragender Zustand ist. Mit diesem Gottheiten-Bewußtsein ist das Phänomen verbunden, daß sich die betreffenden Personen über alle Vorgänge im Umkreis von mehreren Kilometern um sie herum bewußt sind („Landschaftsbewußtsein“).

Wenn es nun stimmten sollte, daß alle Dingen auch eine Bewußtseins-Innenseite haben, dann sollte sich dies auch direkter als durch philosophische Spekulation feststellen lassen. Dazu gibt es zwei Beobachtungen, die sich auf Pflanzen beziehen: Die erste Beobachtung besteht darin, daß Pflanzen eine Wahrnehmung haben, die sich z.B. darin zeigt, daß man zwei gleiche Blumen in je einem Blumentopf nebeneinanderstellen kann und der einen freundlich zuredet und sie lobt, während man der anderen schreckliche Dinge erzählt und sich vorstellt, wie man sie ausrupft oder zerschneidet (es reicht auch, dies nur in Gedanken zu tun) – die beiden Pflanzen werden sich sehr unterschiedlich entwickeln, was zeigt, daß sie eine Wahrnehmung haben. Die zweite Beobachtung besteht darin, daß es bei vielen pflanzlichen homöopathischen Mitteln offensichtlich ist, daß sich in der Wirkung des Mittels die Biographie der Pflanzenart zeigt.

Das Mittel Lycopodium (Bärlapp) gibt man z.B. Menschen, die resigniert sind, die sich zwar noch aufrecht halten, aber die der Überzeugung sind, daß ihre Zeit schon lange vorbei ist. Diese spezielle Form der Depression findet sich in der Biographie der Pflanze wieder: Der Bärlapp wächst heute nur noch vereinzelt als kleines Kraut am Waldrand, aber zur Kreidezeit bestand der weitaus größte Teil aller Bäume aus Bärlappgewächsen – aus denen dann die Steinkohle- und Braunkohleflöze geworden sind. Der Bärlapp lebt heute in einer verkümmerten Form auf den Massengräbern seiner Vorfahren aus der Zeit, als der Bärlapp einmal der König der Wälder gewesen ist.

Wenn man nun zum einen sieht, daß Pflanzen eine Wahrnehmung haben, und daß sie offenbar eine Erinnerung an ihre Biographie als Pflanzenart haben, folgt daraus, daß sie auch ein Bewußtsein als Art haben müssen, denn die Verbindung von Wahrnehmung und Erinnerung ergibt Selbstbewußtsein. Dieses Artenbewußtsein der Pflanzen finden sich nun zuhauf in Märchen und Mythen wieder: die Elfen.

Dasselbe „biographische“ Phänomen findet sich auch bei der Wirkung der Heilsteine: So entstand z.B. der Bernstein, den man als zahnenden Kindern als Kette umhängt, aus dem Harz einer Pinienart, die vor 200 Millionen Jahren auf der Erde wuchs. Das Harz ist der Stoff, mit dem sich eine Pflanze verteidigt – so wie sich ein Mensch (wenn's ganz hart kommt) mit seinen Zähnen verteidigt. Das Harz war am Anfang weich und ist dann versteinert – so wie die einschießenden Zähne bei den Säuglingen ebenfalls noch weich sind und erst nach und nach aushärten.

Bei den Steinen läßt sich zwar keine Wahrnehmung nachweisen, aber aufgrund der Betrachtung über die Pflanzen darf man hier wohl trotzdem den Analogieschluß ziehen und davon ausgehen, daß auch die verschiedenen Mineralien und Gesteinsarten ein Kollektivbewußtsein haben, das sich an die eigene Biographie erinnert. Wenn man will, kann man aus Anschaulichkeitsgründen die Kollektivbewußtseine der verschiedenen Mineralienarten auch Steingeister oder Zwerge nennen.


Die Welt ist ein Lebewesen, das sich in weiter in „Organe“ und noch weiter in „Zellen“ usw. unterteilt, die jeweils wieder eigenständige Lebewesen sind.


Zu der eben angeführten Schlußfolgerung aus der hier betrachteten grundlegenden Annahme, daß Materie die Welt von außen her betrachtet ist und daß Bewußtsein die Welt von innen her betrachtet ist, gehört neben den „Elfen“ und „Zwergen“ auch die Seele als Bewußtseinsessenz eines Menschen, die astrologischen Qualitäten der Planeten als Bewußtseinsessenz der Planeten, „Gaia“ als Bewußtseinsessenz der Erde usw. Aus der Auffassung der Welt als eines Lebewesens, daß organisch und fraktal strukturiert ist, ergibt sich also eine Art von differenziertem Pantheismus, in dem jedes Ding in der Welt auch ein Bewußtsein hat und somit als lebendig aufgefaßt werden kann, wobei sich das Gesamtbewußtsein in immer kleinere Einheiten bis hinunter zu dem Bewußtsein eines Menschen und noch weiter hinab bis zu dem Bewußtsein einer einzelnen Zelle usw. in kleinere selbständige Einheiten gliedert. Daraus ergibt sich dann auch die Möglichkeit, das eigene Bewußtsein in immer größere Zusammenhänge hinein zu integrieren und zu erweitern und sich schließlich der Gesamtheit der Welt von innen her bewußt zu werden – was die Mystiker der verschiedensten Religionen als ihr Ziel sehen und unio mystica, Nirvana, Satori usw. nennen.

Ein Aspekt des Lebewesen-Charakters der Welt sind auch die weiter oben beschriebenen Resonanzphänomene, die zeigen, daß die verschiedenen Teile der Welt miteinander in Verbindung stehen. Dies zeigte sich zunächst einmal in dem Fraktalchakrakter der Welt, d.h. in ihrer Selbstähnlichkeit, durch die alle Teile eines Organismus denselben Stil haben bzw. dieselbe Grundqualität zeigen. Die Resonanz, zu der neben der einfachen Telepathie und der komplexen Telepathie bei gemeinsamen Traumreisen auch die Energiequantenresonanz und die Astrologie, die ja auch eine Resonanz zwischen den Planeten und dem Lebensstil eines Menschen ist, gehören, ist nun gewissermaßen der zeitliche, dynamische Aspekt der Selbstähnlichkeit, die sich nun nicht mehr nur in der Struktur, sondern in auch in Vorgängen zeigt. Die Selbstähnlichkeit besteht aus in gleicher Weise angeordneten Strukturelementen und die Resonanz besteht aus sich in gleicherweise verhaltenden und entwickelnden Strukturelementen.


Die fraktale Selbstähnlichkeit ist der strukturelle Zusammenhang innerhalb eines Lebewesens oder einer Organisation und die Resonanz ist der dynamische Zusammenhang innerhalb eines Lebewesens oder einer Organisation.




Am Ende dieser Betrachtungen lohnt es sich, die einzelnen Gedankengänge noch einmal zusammenzufassen. Die Arbeitshypothese, von der alle diese Überlegungen ausgehen, ist es, daß das Bewußtsein kein Nebenprodukt der Materie ist und daß die Materie auch nicht nur eine Illusion ist, die quasi ohne eigene Existenzgrundlage im Bewußtsein als illusionäres Schemen entsteht, sondern daß diese beiden grundlegenden Phänomene der menschlichen Erfahrung Wahrnehmungen derselben Sache sind – eben von „dem, was da ist“. Daß Bewußtsein und Materie zunächst einmal so grundverschieden erscheinen, liegt nach der hier betrachteten Arbeitshypothese lediglich in der Blickrichtung des Betrachters – schaut von innen her auf etwas oder schaut er nach außen hin auf etwas?

Um diese Arbeitshypothese einmal möglichst weit zu vereinfachen, kann man sich eine U-förmig gebogene Röhre vorstellen. Dieser Röhre ist „das, was da ist“. In dem einen Ende dieser U-Röhre sitzt das Bewußtsein. Nun kann man vom Bewußtsein her quasi vom einen Ende des U's im Inneren der Röhre entlang bis zum anderen Ende schauen und auf diese Weise dann ein Bewußtseinsphänomen feststellen, nämlich die direkte innere Wahrnehmung des anderen Endes des U's. Nun kann das Bewußtsein aber auch von der einen Spitze des U's einfach zu der anderen Spitze des U's hinüberschauen und somit die andere U-Spitze von außen her wahrnehmen und sie somit als Materie erleben.

Dieselbe Betrachtung kann man auch mit der eigenen Hand durchführen: Einmal kann man seine Aufmerksamkeit auf seinen Tastsinn richten und die eigene Hand von innen her spüren und zum anderen kann mit seinen Augen von Außen her auf seine Hand schauen. Im ersten Fall erlebt man seine Hand als ein Bewußtseinsphänomen und im zweiten Fall als Materie. Wenn man beide Vorgänge genauer betrachtet, stellt sich heraus, daß beides im Grunde lediglich zwei verschiedene Arten von Wahrnehmung sind, die gleichberechtigt nebeneinanderstehen.

Aus dieser Betrachtung der zwei Arten von Wahrnehmung ergibt sich zwangslos, daß es immer dieselbe Hand ist, die betrachtet wird und daß sie als Bewußtseins-Phänomen erscheint, wenn man sie von innen her betrachtet, und daß sie als Materie-Phänomen erscheint, wenn man sie von außen her betrachtet.

Nebenbei ergibt sich daraus auch, daß die Wahrnehmung des Materie-Aspektes der Welt nur durch die Sinnesorgane und deren Sinneswahrnehmungen möglich ist. Die Welt erscheint als Materie, wenn man etwas anderem begegnet als sich selber. Und die Welt erscheint als Bewußtsein, wenn man nach innen schaut.

Wenn der Unterschied zwischen Materie und Bewußtsein nur in der Betrachtungsweise „dessen, was ist“ liegt und wenn die Materie in ihrem Innersten eine Einheit ist, wie die Superstringtheorie zeigt, dann gibt es auch die Bewußtseinsseite dieses Einen, das die gesamte Welt umfaßt. Dieses alles umfassende Bewußtsein ist offenbar das, was Gott genannt wird.

Die Wahrnehmung von äußerer Materie, also von etwas, was „Nicht-Ich“ ist, ist also auch eine Folge der vier Bewußtseinsschwellen, denn ohne diese Bewußtseinsschwellen würde man wie Gott die gesamte Welt von innen her wahrnehmen – es gäbe dann zumindest keine „äußere Materie“ mehr, sondern nur noch die Welt als die „Außenseite des eigenen Bewußtseins“, d.h. man würde die Welt als seinen eigenen Körper wahrnehmen. Dieser Zusammenhang sagt auch einiges über das Verhältnis zwischen Gott und Welt und Individuum aus ...

Wenn Bewußtsein und Materie nur zwei Seiten „dessen, was ist“ sind, dann kann die Materie jederzeit auf das Bewußtsein wirken und auch das Bewußtsein jederzeit auf die Materie. Dies gilt dann für alles, was die Materie in welcher Weise auch immer berührt und auch für alles, was das Bewußtsein durch seine Vorstellungskraft berührt. Aus dieser Verbundenheit von Bewußtsein und Materie ergeben sich zwanglos die Telepathie und die Telekinese mit allen sich aus ihnen ableitenden komplexen Formen der Geistheilung, der Magie, des Hellsehens und der verschiedenen spirituellen Formen. Auch Wundertaten werden dadurch erklärbar: Der Glaube versetzt Berge. Der Glaube ist nichts anderes als eine intensive, von Vertrauen getragene Imaginationskraft.

Es sollten sich, wenn Bewußtsein und Materie nur zwei Seiten „dessen, was ist“ sind, sowohl im Bewußtsein als auch in der Materie Phänomene finden lassen, die analoge Strukturen aufweisen, da eine Sache, egal ob man sie nun von außen oder von innen her betrachtet, eben die Strukturen zeigen sollte, die sie nun einmal hat. Beispiele dafür sind 1. die übereinstimmenden Frequenzen in den Chakren (Vibration) und in dem EEG der zu den Chakren gehörenden Bewußtseinszustände, 2. die Zwölferteilung des Tierkreises, die auch in der Physik an allen Stellen, wo etwas Neues entsteht, auftritt (Heisenberg'sche Stringketten, zwölf Elementarteilchen, Elektronenhülle), und 3. die Qualitäten der Winkel (0°, 30°, 60° ...180°), die im Horoskop und in der Physik dieselben sind.

Letztlich folgt aus der hier betrachteten Hypothese auch, daß alle Dinge ein mehr oder weniger strukturiertes Bewußtsein haben. Dies zeigt sich in der Betrachtung der Pflanzen und der Heilsteine, aus denen sich die Existenz von Elfen und „Steingeistern“ ergibt. Ein solches Bewußtsein sollte man aufgrund der bisherigen Überlegungen dann auch für Berge, Seen, Meere, Sterne usw. annehmen können. Durch diese Überlegung würden sozusagen wieder die Planetengötter in die Astrologie eingeführt.

Das so entstandene Bild der Welt ist wie ein großer Organismus, der ein Gesamtbewußtsein (Gott) hat und dessen einzelnen Teile (Sterne, Planeten, Monde) ebenfalls ein Bewußtsein haben, deren Teile (Berge, Menschen, Tiere ...) ebenfalls ein Bewußtsein haben, deren Teile (Organe, Zellen, Moleküle) ebenfalls ein Bewußtsein haben usw. bis hin zu den einzelnen Atomen, Elementarteilchen, Energiequanten und den Superstrings. Jeder neue, untergeordnete Organisationsform von Bewußtsein wird kleiner und umfaßt einen kleineren Anteil der Welt.

Dieser Organismus ist strukturelle durch die Selbstähnlichkeit und dynamisch durch die Resonanz geprägt. Durch diese beiden zeigt sich in der Vielheit der Phänomene die ihr zugrundeliegende Einheit, die als gemeinsame Quelle der einzelnen Strukturelemente diese Elemente sich in gleicher Weise verhalten läßt.

Der kabbalistische Lebensbaum zeigt als komplexe fraktale Struktur die vollständige Selbstähnlichkeit unserer Welt, da diese Struktur in allen Dingen in dieser Welt enthalten ist – was typisch für Lebewesen ist. Diese Selbstähnlichkeit beschreibt im Grunde dasselbe wie das vorige Bild, das die Welt als Lebewesen darstellt, das sich immer weiter in Organe, Zellen, Moleküle, Atome usw. gliedert, die jeweils ihr eigenes Bewußtsein haben.

Interessant ist dabei auch, daß der Lebensbaum vier Bewußtseinsschwellen aufweist, die nicht ohne weiteres überschritten werden können. Dies paßt zu dem oben beschriebenen Bild der Welt als Lebewesen, in dem sich Gott der ganzen Welt bewußt ist, aber ein einzelner Mensch sich in der Regel nur seiner selbst bewußt ist. So wie sich ein Mensch aber durchaus aller seiner Organe bewußt sein kann, so ist anzunehmen, daß auch Gott, also das umfassende Bewußtsein, sich aller seiner Teile bewußt ist. Diese Bewußtseinsschwellen verhindern also nicht den Blick in die kleineren Einheiten hinab, sondern nur den Blick in die jeweils größeren Zusammenhänge hinauf - ein Mensch ist sich in der Regel nicht der ganzen Menschheit, also des kollektiven Unterbewußtseins bewußt, obwohl dies durch entsprechende Meditationen durchaus möglich ist.

Diese Begrenztheit des Bewußtseins ließ sich recht einfach dadurch erklären, daß sich in der nächstumfassenderen Bewußtseinsform oft Dinge befinden, die das Bewußtsein (noch) nicht integrieren kann. Daher besteht die Ausweitung z.B. des Wachbewußtsein auf das Traumbewußtsein zu einem großen Teil darin, alles anzunehmen, was man in sich an Erinnerungen, Gedanken und Gefühlen findet – was ja auch die Grundidee fast aller Psychotherapien ist.

Die Dynanmik der Welt ergibt sich daraus, daß das Bewußtsein und die Materie zwei entgegengesetzte Dynamiken haben: das Bewußtsein strebt stets zur Einheit zurück und die Materie strebt stets zur Vielheit – das Bewußtsein integriert und erkennt, die Materie differenziert und erschafft.

Nun ergeben sich ja aus diesen Betrachtungen, wenn man sie als sinnvoll oder gar als richtig annimmt, einige Konsequenzen.

Zunächst einmal wird man dann Telepathie für genauso real und praktisch halten wie das Telephon und Telekinese genauso für ein genauso mögliches und praktisches Werkzeug wie einen Schraubenzieher.

Es wird sich aber auch die Handlungsmotivation ändern, wenn man die Welt als ein einziges Lebewesen und sich selber als eine Zelle in ihr erlebt: Es werden Verantwortung für das Ganze, ein globales Denken, Liebe zur Welt, Toleranz gegenüber dem Anderen und Wertschätzung von Individualität entstehen. Ein ökologisches Verhalten ergibt sich dabei quasi nebenher.

Der wichtigste Punkt ist jedoch, daß ein durch die hier betrachtete Hypothese verändertes Weltbild zu einem erwachsenen Verhalten der Menschheit führen wird, daß dann an die Stelle der Pubertät des Materialismus und Imperialismus tritt. Durch diese Hypothese können aus den bisher recht pubertären „Kindern der Erde“ mit der Zeit „Eltern der Erde“ werden.


Durch das Erkennen und Erleben der Welt als eines großen Lebewesens, in dem man ein integrierter Teil ist, entstehen Vertrauen in die Welt und Verantwortung für die Welt.






Ausführlichere Darstellungen einzelner Themen aus dieser Betrachtung finden sich an folgen Stellen:


Astrologie: „Astrologie“ von Harry Eilenstein; www.HarryEilenstein.de

Chakren: www.HarryEilenstein.de

Innen und außen: „Eltern der Erde“ von Harry Eilenstein

Lebensbaum: „Eltern der Erde“ und „Kursus der praktischen Kaballa“ von Harry Eilenstein; www.HarryEilenstein.de

Schlaf: „Über die Freude“ von Harry Eilenstein

Superstringtheorie: „Das elegante Universum“ von Brian Greene

Telekinese: youtube; www.psilog.net/media.html*

wirkungsvolles Wünschen: „Bestellungen beim Universum“ von Bärbel Mohr.